Montag, 20. Oktober 2008

Why fight, if we wanna live in peace and be happy?

Wieso fühlt man sich nach einem Streit so leer und allein? Wenn man sich gestritten hat, nachher aber alles bereden und bereinigen konnte - wieso tut es dann trotzdem weiterhin weh? Wieso fällt man wieder in das Schwarze Loch voll von traurigen und schmerzhaften Gefühlen?
Wieso, wenn wir im Grunde nichts anderes als glücklich sein möchten, streiten wir und verletzen uns gegenseitig? Wäre es nicht einfacher, dies zu lassen? Wieso tendiert der Mensch in einer schlimmen, bedrohlichen Situation die schlimmsten Waffen zu ziehen und einfach abzudrücken? Ohne vorher nachzudenken? Was regiert in so einem Moment? Ist es die Furcht vor der Konfrontation mit der anderen Sicht, weil wir nachher nicht mehr perfekt sind? Ist es die Angst vor verletzt zu werden? Ist es die Ratlosigkeit? Auch wenn wir kommunizieren und das Gefühl haben, wir seien ein offenes Buch - wie kommt es, dass wir das trotzdem schaffen und die falschen Wörter wählen, uns in dem sinnlosen Streit verlieren und nur verletzen wollen?
Wieso hören wir uns Wörter sagen, die wir später bereuen, aber nicht mehr zurückziehen können?
Die Wahrheit schmerzt. Wieso möchte man sie dann erfahren? Wieso kann man die Vergangenheit nicht ruhen lassen und nach vorne blicken? Wieso möchten wir alles wissen, wenn wir mit dem Wissen nicht umgehen können? Wissen ist Macht. Wissen ist Schmerz. Wissen heisst Leiden.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Schweiz - das ausländerfriedliches Land Europas

Sonntag Nachmittag - ich weiss, dass es ausdrücklich verboten ist, am Sonntag Altglass zu versorgen, aber hej - stört doch niemand, oder? Sonst müsste man den Kindern das Schreien ebenfalls verbieten, oder nicht? Aber ja nu, ich habe diesen grossen Fehler begonnen und eine aufgeweckte, sensible ältere Schweizerfrau hat mich darauf aufmerksam gemacht. Nicht nur mich, sie war eigentlich schon bevor ich gekommen bin mit anderen zwei jungen Frauen beschäftigt und ihnen ins Gewissen geredet. Unser Fehler war es jedoch, mit dem Auto zu kommen. Sollten wir jetzt vielleicht die Autonummer wechseln?
Ihr Nachbar - um die 35 vielleicht, der seinen regelmässigen Chillingjoint am Sonntag Nachmittag auf seinem Balkon genossen hat, hat sich ebenfalls sehr patriotisch verhalten, und meinen Freund aufgefordert, dahin zu gehen, woher er gekommen ist. Er solle doch zurück in sein Ausländerland gehen. Hm.... Da sieht man, wie leicht ein Verstoss gegen eine Regel durch eine rassistische Bemerkung beendet werden kann. Aber hej - ich wollte nur nicht, dass es bei dieser Sammelstelle wie im Saustahl aussieht und meine volle Migrostasche neben den Behältern lassen, damit die Arbeiter am Montag mehr Arbeit haben. Ich wollte meinen "Dreck" aufräumen, damit es weniger auf der Strasse gibt. 
Hätte es doch heute geregnet, dann würde mich wahrscheinlich niemand beobachten können.

Dienstag, 1. Juli 2008

The Happening - Menschliche Intelligenz als der grösste Fehler der Natur

Gestern Abend war ich diesen Film schauen. Viel versprechender Name - The Happening. Vorschau sehr interessant, aber der Film selbst? Nicht gut. Es steckt so viel Potenzial darin! Aber diese Version ist schlicht nicht gut. Schwach, schlechte Skripten, schlechte Schauspielerei. 
Trotzdem gibt er viel zum Nachdenken. Das Bienensterben zum Beispiel. Was sind wir ohne Bienen? Was essen wir ohne Bienen? Keine Früchte, kein Gemüse, keine Blumen. Was bleibt übrig? Müssen dann alle Vegetarier Fleischfresser werden? 
Mehr und mehr gewinne ich den Eindruck, dass unsere Intelligenz ein grosser Fehler der Natur war. Wie lange gibt es die Erde schon? Millionen, Milliarden von Jahren? Und wir haben es NUR in hundert Jahren geschafft, die Natur in die Ecke zu drängen. Irgendwann musste sie ja zurück schlagen. Klimaänderung, Essen- und Wasserknappheit, viele Tier- und Pflanzenarten sterben aus, dem gesamten Planeten geht es schlecht - nur dem Mensch geht es gut, von dem gibt es jedes Jahr mehr und mehr. Wie eine Plage vermehrt er sich und nimmt keine Rücksicht auf seine Umwelt. 
Anstatt die Zeit und das Geld in Projekte und Forschungen investieren, die sich für die Umwelt einsetzen und die Welt zu einem besseren Ort verändern wollen, forschen wir lieber auf dem Mars, stellen Waffen her, lassen die Menschen glauben, das HIV nur für die Homosexuelle eine Bedrohung darstellt, bedrohen andere Länder, kämpfen um ein Stück Land, lassen die ärmsten verhungern, usw. Die Liste könnte weiter gehen. Nur in hundert Jahren haben wir es geschafft, dass uns der Planet nicht mehr will.
Was ist unser Ziel eigentlich? Was wollen wir erreichen, wenn wir mehr Autos einführen, mehr Fabriken bauen, mehr Holz fallen, mehr Landschaft verbauen, mehr Abfall in die Luft, in die Erde, ins Wasser auslassen. Die so genannten hochindustrialisierten Länder - das Ziel der Entwicklungsländer - ist es wirklich das, was wir wollen? Was wir für unseres Überleben brauchen?
Was verfolgt die obere Führungsschicht solcher Länder? Was will der Mensch? Geleitet von Gier, Ignoranz, Machthaberei und Egoismus? Er plündert, tötet, misshandelt und hinterlässt Schmerz, Traurigkeit, Hass und Leere.
Man sollte sich gegenseitig helfen! Miteinander arbeiten, auf Wohl Aller denken! Wenn es doch einem nicht gut geht, geht es den anderen auch nicht gut! Alles hängt miteinander zusammen, Alles hat Auswirkungen auf Alle. Die Äpfel beeinflussen sich untereinander, wann sie reif werden, die Krokodile geben sich gegenseitig Signale ab, wann sie zusammen aus den Eiern ausschlüpfen. Wann endlich spricht sich der Mensch ab, was zu tun ist?

Freitag, 30. Mai 2008

Die EM - was sonst

Ich bin ein bisschen erstaunt darüber, dass man nicht alle Flaggen in Zürich sieht!! Es sind doch so viele Ausländer hier (vor allem aus dem Ostblock, wie man so hört)!!! Wo sind die denn? Man sieht italienische, französische, deutsche, türkische Flaggen... Wo ist denn der Rest? Liegt es vielleicht daran, dass hier doch nicht so viele gefürchtete Ostblockausländer leben, wie man gern annimmt? Oder sind die alle "schwarz" hier und wollen einfach kein Aufsehen erregen?
Hm.... Ich hoffe ich werde doch ein bisschen Aufregung in mein Quartier bringen, wenn ich die Tschechische Flagge aufgehängt habe... ;-) Und ich hoffe sehr, dass ich sie auch mit Stolz herunternehmen werde am Ende der EM!!! Und falls nicht - ich bin auf jeden Fall stolz Tschechin zu sein!!!

KLUCI DO TOHO!!!!!! 

Mittwoch, 21. Mai 2008

Wenn mir jemand vor 15 Jahren sagen würde, was alles ich durchmachen muss und womit ich konfrontiert werde, würde ich trotzdem den gleichen Weg wählen? Würde ich trotzdem in gleiche Fussstapfen treten? 
Das Wissen verleiht so viel Macht, es zeigt aber gleichzeitig die eigenen Schwächen auf. Wieso will der Mensch wissen, wenn er damit nicht umgehen kann? Wieso treibt einen das Nichtwissen in den Wahnsinn, das Wissen in die Verzweiflung?
Uns Menschen wurde ein grosses Geschenk in die Wiege gelegt. Das Denken. Das Nachdenken. Die Vorstellungskraft. Die Phantasie. Die Fähigkeit zur Reflektion. Manchmal denke ich, diese grossartigen Vorteile, die wir gegenüber den Tieren geniessen, machen Vieles nur noch komplizierter. Und die "Denkenlehre" gibt es auch nicht.  
Wieso gibt es Menschen auf dieser Welt, die so viel runter schlucken müssen? Die mit Ereignissen konfrontiert werden, von denen Andere verschont werden? Bekommt jeder Das auf dem silbernen Teller serviert, was er bewältigen kann? Nichts mehr und nichts weniger? Werden wir dadurch wirklich stärker, wie man sagt? Stärker aus Niederlagen, Verletzungen, Beschimpfungen, Erniedrigungen? Lernen wir etwas daraus? Passen wir dann auf, dass uns das Gleiche nicht noch ein mal passiert?  Ich denke nicht. Mindestens nicht immer. Wir lernen gut, dass das Feuer heiss ist und verbrennen kann, wenn wir die Finger darein stecken. Das hilft uns zu überleben. Physisch zu überleben. Was lernen wir denn, damit wir auch psychisch überleben können? Woraus können wir lernen, damit die Psyche keine Schäden bekommt? Für immer und ewig.

Mittwoch, 2. April 2008

Ja, diese "kleinen Dinge" mit verheerenden Auswirkungen, von denen es im Leben genug gibt. Ich habe so viele Fragen, aber zu wenige Antworten. Liegt es vielleicht daran, dass man nicht alle Fragen beantworten kann? Wieso eigentlich nicht? Liegt es an der Frage? An unserem Verständnis? An unserer Intelligenz? An unserer Beschränktheit? An unseren Scheuklappen? 

Machmal denke ich, wir leben in einer Art Computerspiel. Echt. Wenn man sich die Welt, das Geschehen in ihr von oben anschaut, wenn es gelingt über der Welt zu schweben, einen gewissen Abstand zu bewahren und die Akteure bei ihrem Tun zu beobachten, sieht man Züge, Schritte, Prozesse, Handlungen von gewissen prominenten Personen, die mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar sind. Wieso reden wir "Frieden", handeln aber "Krieg"? Sind wir paranoid? Haben wir Angst? Angst vor was? Angst vor Sachen, die vielleicht geschehen könnten, vielleicht aber gar nicht? Ist das nicht paranoid? Ok, man sollte wie ein richtiger Pionier oder Scout, Pfadifinder oder Cevi, auf alles vorbereitet sein... Aber wieso genau auf Krieg? Wieso möchte man Radarstationen in einem weit entfernten Land bauen? Was bewegt einen zu solchen Schlüssen und solchen Entscheidungen? Führen nicht gerade solche unbegründete (scheinbar begründete) Handlungen zu einem (be-)gefürchteten Schluss? Sprich "Thomas-Theorem"? Kann man nicht einfach darüber reden? Wohin ist der Dialog verschwunden? Wohin ist das Vertrauen verschwunden? Handelt man heutzutage ohne über Konsequenzen nachzudenken? Reflektieren heutzutage nur noch die Philosophen?