Das Wissen verleiht so viel Macht, es zeigt aber gleichzeitig die eigenen Schwächen auf. Wieso will der Mensch wissen, wenn er damit nicht umgehen kann? Wieso treibt einen das Nichtwissen in den Wahnsinn, das Wissen in die Verzweiflung?
Uns Menschen wurde ein grosses Geschenk in die Wiege gelegt. Das Denken. Das Nachdenken. Die Vorstellungskraft. Die Phantasie. Die Fähigkeit zur Reflektion. Manchmal denke ich, diese grossartigen Vorteile, die wir gegenüber den Tieren geniessen, machen Vieles nur noch komplizierter. Und die "Denkenlehre" gibt es auch nicht.
Wieso gibt es Menschen auf dieser Welt, die so viel runter schlucken müssen? Die mit Ereignissen konfrontiert werden, von denen Andere verschont werden? Bekommt jeder Das auf dem silbernen Teller serviert, was er bewältigen kann? Nichts mehr und nichts weniger? Werden wir dadurch wirklich stärker, wie man sagt? Stärker aus Niederlagen, Verletzungen, Beschimpfungen, Erniedrigungen? Lernen wir etwas daraus? Passen wir dann auf, dass uns das Gleiche nicht noch ein mal passiert? Ich denke nicht. Mindestens nicht immer. Wir lernen gut, dass das Feuer heiss ist und verbrennen kann, wenn wir die Finger darein stecken. Das hilft uns zu überleben. Physisch zu überleben. Was lernen wir denn, damit wir auch psychisch überleben können? Woraus können wir lernen, damit die Psyche keine Schäden bekommt? Für immer und ewig.

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